Ergotherapie

Alltägliches meistern

Krankheiten, Verletzungen oder Behinderungen führen manchmal zum Verlust alltäglicher Handlungsfähigkeiten. Oder diese sind bei Kindern aufgrund von Entwicklungsstörungen nicht so ausgeprägt, wie sie es sein sollten. Die Ergotherapie – das Wort leitet sich vom altgriechischen Wort ergon (= das Werk, das Tun, das Handeln) ab – setzt genau hier an. Sie schult Bewegungsabläufe, Wahrnehmung und Aufmerksamkeit bei Patienten jeden Alters. Selbst hinter unscheinbaren Dingen wie Bälle werfen oder Malen steckt ein ausgeklügeltes Konzept.

Bei der Ergotherapie geht es im Kern um das, was der Seele gut tut (‚Euthym‘). Man spricht deshalb von euthymen Verfahren. Und es geht um Kreativität. Beides hilft betroffenen Patienten (wieder) einen Zugang zu positivem Erleben und Handeln zu bekommen. Ergotherapie sieht dabei oft spielerisch aus. Kinder beispielsweise klettern, malen oder balancieren – sie üben Dinge, die alltäglich sind und trainieren so ihre Feinmotorik und erfahren bewusst ihren Körper.

Spezifische Aktivitäten, Beratung und Techniken helfen, sich der Umwelt besser anzupassen und führen damit auch zu einer Verbesserung der Lebensqualität im Allgemeinen. Das Behandlungsangebot muss inhaltlich individuell gestaltet sein, kann aber nicht nur in einer Einzeltherapie, sondern durchaus auch in Kleingruppen oder als Gruppentherapie erfolgen.

Rekompensationsmaßnahmen sind dann angezeigt, wenn trotz intensivem Training bestimmte körperliche Funktionen nicht hergestellt oder wieder hergestellt werden können. Sie fördern und stärken dann andere Fähigkeiten, um einen entsprechenden Ausgleich zu schaffen.

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Kontakt

Gerlinde Söllner
Leitende Ergotherapeutin
Tel. +49 (0)941 369 92618


Deutscher Verband der Ergotherapeuten