Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin

Hauterkrankungen

Dermatologie für Kinder und Jugendliche

Auffälligkeiten an der Haut werden rasch entdeckt und führen oft zu großer Sorge. Bei Kleinkindern sind Hauterscheinungen oft harmlos aber auch chronisch verlaufende Hauterkrankungen sind nicht selten. In solchen Fällen ist, nach Durchführung einer gezielten Diagnostik, oft ein mehrdimensionales Behandlungskonzept erforderlich. Während der niedergelassene Kinderarzt immer der erste Ansprechpartner bei Hautauffälligkeiten des Kindes ist, stehen wir für spezielle Diagnostik und Fragestellungen zur Verfügung.

Darüber hinaus sind auch mehrere, chronisch verlaufende Hauterkrankungen im Kindesalter nicht selten. So sind über fünf Prozent aller Kinder von einer atopischen Dermatitis („Neurodermitis“) betroffen. Chronische Hauterkrankungen gehen häufig mit einem enormen Leidensdruck bei den betroffenen Kindern und ihren Familien einher. Ist ein anhaltender Juckreiz das Hauptproblem, so ist meist auch der Schlaf gestört und die gesamte Familie findet keine Ruhe mehr. In solchen Fällen ist, nach Durchführung einer gezielten Diagnostik, oft ein multimodales Behandlungskonzept aus differenzierter Salben- und Badetherapie, medikamentöser Therapie sowie verhaltenstherapeutischen Maßnahmen erforderlich.Grundsätzlich ist Ihr Kinderarzt immer der erste Ansprechpartner bei Hautauffälligkeiten Ihres Kindes. Er wird gemeinsam mit Ihnen besprechen, ob im Einzelfall eine ambulante Vorstellung in unserer Spezialsprechstunde sinnvoll ist.

Behandlungsangebot -Einzelne häufige oder besondere Erkrankungen-

Urtikaria (Nesselsucht) und Angioödem

Sehr viele Kinder sind im Laufe ihres Lebens einmal von einer akuten Nesselsucht betroffen. Bei dieser ungefährlichen aber lästigen Hauterscheinung kommt es zum Auftreten stark juckender Quaddeln am gesamten Körper sowie manchmal auch zum Anschwellen der Lippen und der Augenlider (Angioödem). Bei chronischer Urtikaria bieten wir eine umfangreiche Diagnostik und ein Behandlungskonzept an.

Allergische Kontaktekzeme

Wirken bestimmte Stoffe lange auf die Haut ein, so kann es lokal an der Kontaktstelle zu einem allergischen Ekzem kommen. Während im Kindesalter am ehesten Inhaltsstoffen von Salben Auslöser sind, spielen bei Jugendlichen auch Metalle (z. B. Nickel in Modeschmuck) eine Rolle. Wir bieten eine entsprechende Diagnostik an, die Therapie besteht in der Vermeidung der identifizierten Stoffe.

 

Atopische Dermatitis („Neurodermitis“)

Die „Neurodermitis“ ist oft die erste Manifestation bei Kindern mit einer erhöhten Allergieneigung, dennoch spielen allergische Auslöser nur bei etwa der Hälfte der Betroffenen eine wichtige Rolle. Daher sind zunächst eine ausführliche Erhebung der Krankengeschichte und eine gezielte Diagnostik erforderlich. Die Neurodermitis ist zwar nicht heilbar, die Ekzemaktivität kann aber mit einem individuellen Behandlungskonzept gut kontrolliert werden.

Hereditäres Angioödem

Trotz des ähnlichen Namens hat das „hereditäre (= ererbte) Angioödem" nichts mit dem Angioödem bei der akuten Nesselsucht zu tun. Es ist eine angeborene Erkrankung, die durch den Mangel des C1-Esterase-Inhibitor verursacht wird und zu Attacken mit Ödembildung in der Haut, den Atemwegen und dem Magen-Darm-Trakt führt. Die Diagnose ist durch eine Blutuntersuchung möglich, die Therapie durch ein spezielles Medikament.

 

Mastozytose

Bei der Mastozytose kommt es zu Anhäufungen von Mastzellen in der Haut und selten auch in inneren Organen. Bei Stimulation, z. B. mechanisch durch Hautreibung, werden körpereigene Botenstoffe freisetzten die juckende Hautrötungen und weitere Symptome verursachen. Wir bieten entsprechende Diagnostik und Beratung über das weitere Vorgehen an.

 

Immunkomplex-Vaskulitis

Die Abwehreiweiße des Immunsystems, die Antikörper, können sich gemeinsam mit Fremdeiweißen im Körper ablagern. Dies führt unter anderem zu einer Entzündung der kleinen Blutgefäße, was als punktförmige Einblutung an der Haut sichtbar werden kann.

Psoriasis („Schuppenflechte“)

Die Psoriasis ist eine chronische Entzündung der Haut, die meist mit einer überschießenden Schuppung einhergeht. Ähnlich wie der Neurodermitis, so gibt es auch bei der Psoriasis oft eine familiäre Häufung. Während im Säuglings- und Kleinkindalter praktisch jede Hautstelle betroffen sein kann, so gibt es später besonders betroffene Prädilektionsstellen, z. B. die Knievorderseite und die Ellenbogenaußenseite. Häufig sind zudem auch die Nägel betroffen. Die Diagnose kann fast immer durch genaues Hinschauen eines erfahrenen Untersuchers gestellt werden. Analog zur Neurodermitis, kann die Ekzemaktivität bei der Psoriasis mit einem individuellen Behandlungskonzept meist gut kontrolliert werden.

Diagnostische Möglichkeiten

Erweiterte Laboruntersuchungen

Zur Diagnose der Hauterkrankungen sind oft umfangreiche und spezielle Laboruntersuchungen notwendig, die wir mit den entsprechenden Speziallaboren durchführen. Die Interpretation der Ergebnisse erfolgt durch unsere fachkundigen Kinderärzte.

Hauttestung

Beim Pricktest wird ein kleiner Tropfen Allergenlösung auf die Haut geträufelt und anschließend die oberste Hautschicht leicht angeritzt. Die Testung wird, je nach Alter und Fragestellung, meist mit 4 bis 20 verschiedenen Allergenen gleichzeitig durchgeführt. Beim Intrakutantest, der manchmal bei Verdacht auf Insektengiftallergie gemacht wird, wird eine kleine Menge Allergenlösung in die Haut gespritzt. Selten ist ein Patchtest bei Kindern notwendig, bei dem ein Allergen über längere Zeit auf der Haut mit einem Tupfer (Patch) befestigt wird.

 

Kontakt-Icons

Ansprechpartner

Chefarzt Prof. Dr. med. Michael Kabesch
Oberarzt Priv.-Doz. Dr. med. Sebastian Kerzel, MHBA


Eine telefonische Terminvereinbarung zu unseren Sprechstunden ist erforderlich.

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