Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Gebärmutterentfernung (Hysterektomie)

Die Entfernung der Gebärmutter kann viele Gründe haben und ist dann erforderlich, wenn konservative Therapieansätze ausgeschöpft oder nicht möglich sind. Sehr häufig sind Myome der Grund für eine Operation. Aber auch ausgeprägte Schmerzen, die zum Beispiel aufgrund einer Endometriose in der Gebärmuttermuskulatur (Adenomyose) bestehen oder anhaltende Blutungsstörungen können zur Entscheidung für den Eingriff führen. Daneben gibt es auch bösartige Erkrankungen der Gebärmutter und des Gebärmutterhalses, bei denen eine Hysterektomie erforderlich ist.

Die Eileiter, die nach der Operation keine Funktion mehr haben, werden meist mit entfernt. Die Eierstöcke können in den meisten Fällen erhalten werden, so dass insbesondere vor den Wechseljahren eine Gebärmutterentfernung keine maßgebliche Auswirkung auf den Hormonhaushalt hat. Daneben wird zwischen einer totalen Gebärmutterentfernung, die die Entfernung des gesamten Organs samt Gebärmutterhals meint und einer subtotalen (suprazervikalen) unterschieden, bei der lediglich der Körper der Gebärmutter entfernt wird. Eine sog. radikale Hysterektomie mit Entfernung eines Scheidenanteils, des Halteapparates sowie der zugehörigen Lymphknoten ist typischerweise bei bösartigen Erkrankungen nötig. 

In den meisten Fällen kann die Operation heute minimal invasiv, also als Bachspiegelung durchgeführt werden. Bei der totalen laparoskopischen Hysterektomie (TLH) erfolgt die Operation über eine Bauchspiegelung und die Gebärmutter kann über die Scheide geborgen werden. Bei der laparoskopischen suprazervikalen Hysterektomie (LASH) verbleibt der Gebärmutterhals im Körper und lediglich der Gebärmutterkörper wird entfernt, in einem geschützten Beutel zerkleinert und geborgen. 

Im Rahmen urogynäkologischer Eingriffe, bei denen eine Hysterektomie sinnvoll ist, oder aufgrund einer Zusatzerkrankung mit durchgeführt wird, erfolgt diese oft auch vaginal, d. h. Gebärmutter und Gebärmutterhals werden ohne Eingriff im Bauchraum über die Scheide entfernt. Im Falle einer sehr großen Gebärmutter oder bei speziellen onkologischen Operationen kann auch eine Bauchoperation erforderlich sein.

Ihre Ansprechpartner: 
Oberarzt PD Dr. med. Sebastian Häusler
Oberärztin Susanne Dostert
Oberarzt Dr. med. Marco Weigl

Kontakt
Tel. +49 (0)941 369 5206

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