Klinik für Anästhesie und Kinderanästhesie

Narkoseaufklärung

Wie läuft das Gespräch zur Narkoseaufklärung ab?

Im Rahmen unserer Narkosesprechstunde/Prämedikationssprechstunde haben Sie die Möglichkeit, vor der Durchführung eines Narkoseverfahrens ein ausführliches Gespräch mit einem unserer Narkoseärzte zu führen.

Bitte melden Sie sich zur Narkosesprechstunde über unsere Anästhesieambulanz an und bringen zum Gesprächstermin - soweit vorhanden - folgende Unterlagen mit:

  • Befunde, Arztbriefe - auch von früheren Erkrankungen
  • Allergie-, Anästhesie- oder Herzpass
  • Medikamenteneinnahmeplan

Fragebogen

Bereits vor dem eigentlichen Gespräch mit einem unserer Narkoseärzte erhalten Sie für sich oder für Ihr Kind den sogenannten Patientenaufklärungsbogen. Darin stellen wir Ihnen mögliche Narkoseverfahren vor. Gleichzeitig bitten wir Sie den Fragebogen soweit wie möglich auszufüllen. So können wir beim anschließenden persönlichen Gespräch gezielter auf Ihre individuelle Situation bzw. die Ihres Kindes eingehen.

Beurteilung des Gesundheitszustandes und Sichtung von Befunden

Damit wir für Sie oder Ihr Kind die Narkose so sicher wie möglich planen und durchführen können, werden wir von unserer Seite bei dem Gespräch unter anderem folgende Punkte ansprechen:

  • Aktueller Gesundheitszustand
  • Vorerkrankungen
  • Befunde, Arztbriefe - auch von früheren Erkrankungen
  • Allergien, Unverträglichkeiten, etc.
  • Erkrankungen der Blutgerinnung bei Verwandten
  • Probleme bei Vornarkosen bei Verwandten
  • Medikamenteneinnahme

Körperliche Untersuchung

Da wir bei der Narkosesprechstunde immer auch eine körperliche Untersuchung durchführen, ist es notwendig, dass bei einer geplanten Narkose ihres Kindes dieses auch beim Vorgespräch mit dabei ist.

Anästhesieaufklärung

In unserer Klink für Anästhesie und Kinderanästhesie am Krankenhaus Klinik St. Hedwig in Regensburg arbeiten erfahrene Fachärzte und speziell ausgebildetes Pflegepersonal. Wir halten bei unserer Arbeit die hohen Standards der Fachgesellschaften ein. Auch unsere technische und räumliche Ausstattung entspricht den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen. Sehr wichtig ist uns die ausführliche Aufklärung über die Alternativen der Anästhesieverfahren. Dabei werden wir Ihnen Ablauf, Verhaltensregeln und die möglichen Risiken der in Frage kommenden Narkoseverfahren darstellen. Sie haben selbstverständlich jederzeit die Möglichkeit Bedenken oder Fragen zu äußern.

Einwilligung

Den Abschluss des Gespräches bildet in aller Regel Ihre Einwilligung in das gemeinsam besprochene Anästhesieverfahren.

FAQ

Was versteht man unter Anästhesie?

Das Wort Anästhesie kommt aus dem Griechischen und bedeutet übersetzt „die Nicht-Empfindung“. In der Medizin verstehen wir unter einer Anästhesie das Fehlen sämtlicher Wahrnehmungen. Dies sind Bewusstlosigkeit (Hypnose), Schmerzfreiheit (Analgesie), Reflexdämpfung und falls erforderlich Muskelerschlaffung (Relaxation).

Was versteht man unter einer Allgemeinanästhesie?

Bei der Allgemeinanästhesie, auch Vollnarkose oder Narkose genannt, beruht die Wirkung auf der Beeinflussung des Gehirns mit verschiedenen Medikamenten.

Was ist eine Regionalanästhesie?

Wir verstehen unter einer Regionalanästhesie eine Teilbetäubung, d.h. das fehlende Schmerzempfinden bestimmter Körperbereiche – vermittelt durch sogenannte Lokalbetäubungsmittel. Dabei werden entweder Nerven direkt oder Schmerzbahnen zum Rückenmark betäubt. Manchmal werden auch Katheter in die Nervengegend eingelegt, damit die Patienten mehrere Tage von der Schmerztherapie profitieren.

Wann wenden wir Verfahren der Regionalanästhesie an?

Die Verfahren der Regionalanästhesie können zum einen bei einem operativen Eingriff oder unter der Geburt eigenständig angewandt werden, z.B. die Kaudalanästhesie bei Frühgeborenen, die Spinalanästhesie zum Kaiserschnitt oder die geburtshilfliche PDA im Kreißsaal.

Andererseits kombinieren wir sehr häufig eine Allgemeinanästhesie mit einem Regionalanästhesieverfahren, damit unsere Patienten nach der Operation messbar weniger Schmerzen haben. Weitere Informationen zum Thema Regionalanästhesie finden Sie in der Rubrik Schmerztherapie.

Was ist eine Infusion?

Unter einer Infusion wird die Zufuhr von Flüssigkeit oder Medikamenten über einen in eine Vene gelegten Plastikschlauch (intravenöser Zugang/ i.v. Zugang) verstanden.

Was ist eine Intubation?

Da wir Sie oder Ihr Kind während der Narkose bei der Atmung unterstützen, ist es nötig, Luft in die Lunge zu leiten. Dies geschieht über einen Beatmungsschlauch (Tubus) oder über eine Kehlkopfmaske (Larynxmaske). Mit dem Begriff Intubation bezeichnen wir das Einführen des Beatmungsschlauchs in die Luftröhre bzw. das Einführen der Kehlkopfmaske in den Rachenraum. Dies geschieht natürlich erst, wenn Sie oder Ihr Kind bereits schlafen.

Essen und Trinken

 

Damit wir Sie oder Ihr Kind so sicher wie möglich behandeln können, ist es notwendig folgende Ernährungspausen vor einer geplanten Anästhesie einzuhalten:

Kinder jünger als 1 Jahr:

  • Muttermilch, Milch bis 4 Stunden vorher
  • Tee, Wasser bis 2 Stunden vorher

Kinder älter als 1 Jahr und Erwachsene:

  • Feste Nahrung oder Milch bis 6 Stunden vorher
  • Tee, Wasser bis 2 Stunden vorher
  • Rauchen, Kaugummi bis 6 Stunden vorher

Angeordnete Morgenmedikamente sind mit einem Schluck Wasser erlaubt. Nach der Narkose sollten Sie oder Ihr Kind nur nach Rücksprache mit Ihrem Anästhesisten das Essen und Trinken wieder beginnen.

Ablauf einer Narkose

Beruhigungsmittel

Auf Anordnung des Narkosearztes erhalten Sie oder Ihr Kind circa 30 Minuten vor dem Eingriff zur Vorbereitung auf die Narkose ein Beruhigungsmittel (Beruhigungstablette bei Erwachsenen, Beruhigungssaft bei Kindern). Dadurch können Sie bzw. Ihr Kind besser entspannen. Im Anschluss an die Gabe des Beruhigungsmittels dürfen Sie oder Ihr Kind das Bett nicht mehr verlassen oder alleine aufstehen.

Einleitung der Narkose

Die Einleitung der Narkose kann auf zwei unterschiedlichen Wegen erfolgen. Ihr Narkosearzt wird für Sie oder Ihr Kind je nach Situation das geeignete Verfahren auswählen:

  • Gabe eines Schlafmittels über einen Venenzugang oder
  • Gabe eines Schlafmittels über das Einatmen von Narkosegas

Überwachung der Narkose

Langjährig mit Narkosen bei Kindern und Frauen erfahrene Fachärzte und Pflegekräfte überwachen Sie oder Ihr Kind während der Narkose. Dabei kommen neben der klinischen Beobachtung der Patienten auch technische Hilfsmittel zum Einsatz. Bei uns werden unter anderem Puls, Herzschlag, Blutdruck, Sauerstoffgehalt im Blut, Kohlendioxidgehalt in der Atemluft, Temperatur und Narkosetiefe kontinuierlich gemessen. Je nach Umfang der Operation kann die Überwachung noch erweitert werden. Somit haben wir den Patienten und seine Vitalfunktionen während der Operation ständig im Blick und können die Narkose- und Schmerzmittel an den jeweiligen Bedarf unverzüglich anpassen.

Im Aufwachraum

Im Aufwachraum werden Sie oder Ihr Kind unmittelbar nach der Operation überwacht. Auch hier betreut Sie oder Ihr Kind erfahrenes Fachpersonal der Anästhesie- und Intensivpflege, das Sie jederzeit um Hilfe bitten können. So ist die kontinuierliche Überwachung während der Zeit im OP und Aufwachraum zu jeder Zeit gewährleistet. Falls nötig erhalten Sie oder Ihr Kind weitere Medikamente zur Flüssigkeitsunterstützung und Schmerzbekämpfung.

Ambulante Eingriffe

Bei einem ambulanten Eingriff bzw. einer ambulanten Untersuchung mit Narkose können Sie bzw. Ihr Kind noch am Tag des Eingriffs bzw. der Untersuchung nach Hause zurückkehren. Ambulante Narkosen sind bei sehr vielen Eingriffen sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen möglich.

Unterbringung in Tagesklinik

Während Ihres Aufenthaltes sind Sie in unserer Tagesklinik untergebracht. Vor der Entlassung werden Sie oder Ihr Kind nochmals sowohl vom Operateur als auch vom Narkosearzt untersucht. Dabei wird Ihnen auch ein Merkblatt mit wichtigen Informationen für zu Hause ausgehändigt.

Unabhängig von der Art des operativen Eingriffs gibt es einige Ausnahmen, bei denen eine stationäre Überwachung im Krankenhaus sinnvoller oder gar notwendig ist. Dies betrifft z.B. sehr kleine Kinder (jünger als sechs Lebensmonate, Frühgeborene), Patienten mit besonderen Vorerkrankungen oder bei ungenügender Überwachungsmöglichkeit zu Hause. Bei Unklarheiten wird Sie Ihr Narkosearzt gerne beraten.

Ein Job mit Herz – Ihre Karriere bei den BarmHERZigen Brüdern
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