Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Myome

Myome (auch Leiomyome) sind gutartige Geschwulste der Gebärmuttermuskulatur und stellen die häufigste gynäkologische Erkrankung der Gebärmutter dar. 

Ihre Ursachen sind noch nicht vollständig geklärt, das weibliche Geschlechtshormon Östrogen stellt jedoch einen Stimulus für ihr Wachstum dar. Sie kommen, abhängig vom Alter, bei ca. 25-40 % aller Frauen vor und stellen so bei beschwerdefreien Frauen häufig einen Zufallsbefund im Rahmen einer Routine-Ultraschalluntersuchung dar. 

Myome können nur wenige Millimeter groß sein, mitunter aber nach langer Entwicklungszeit auch kindskopfgroß werden. Neben einem einzigen Myom können auch mehrere Myome unterschiedlicher Größe und Lage auftreten. Dabei können diese gutartigen Tumoren vollständig im Gebärmuttermuskel liegen, sich aber auch zum großen Teil sowohl in die Bauchhöhle, als auch in die Gebärmutterhöhle ausweiten. Daneben gibt es vollständig in der Gebärmutterhöhle liegende Myome und solche, die im Bauchraum liegen und mit der Gebärmutter nur mehr über einen sog. Stiel, der der Versorgung dient, verbunden sind.  

Symptome

Meist bereiten Myome keine Beschwerden oder Probleme. Je nach Größe und Lokalisation können bei Betroffenen jedoch auch unterschiedliche Symptome auftreten, v. a. eine verstärkte oder verlängerte Periodenblutung bis hin zum übermäßigen Blutverlust mit Eisenmangel, Schmerzen im Unterbauch, im Rücken oder beim Geschlechtsverkehr, ein Druck- oder Fremdkörpergefühl, bis hin zu Problemen beim Wasserlassen oder Stuhlgang. In bestimmten Positionen können sie auch zu Fehlgeburten und unerfülltem Kinderwunsch führen.  

In den überwiegenden Fällen ist eine Sonographie zur Diagnose und Überwachung ausreichend, bei speziellen Fragestellungen kann eine Computertomographie oder eine Magnetresonanztomographie sinnvoll sein. 

Regelmäßige Kontrolluntersuchungen

Ohne Beschwerden ist neben einer regelmäßigen Kontrolluntersuchung meist keine Therapie erforderlich. Starke oder schmerzhafte Blutungen, anhaltende Bauchschmerzen, ein schnelles Wachstum der Myome sowie ungewollte Kinderlosigkeit stellen oft einen Grund zur Therapie dar. Myome werden dann in erster Linie chirurgisch behandelt. Bestimmte Medikamente können Blutungen bis zur Operation normalisieren oder Schmerzen lindern. Ob in bestimmten Fällen eine medikamentöse Behandlung sinnvoll ist, hängt auch von der Größe und Lokalisation der Myome ab. 

Myomenukleation

Bei einer Myomenukleation wird ein Myom – manchmal werden auch mehrere – entfernt, wobei die Gebärmutter erhalten bleibt. Dies ist besonders für Frauen mit bestehendem oder nicht abgeschlossenem Kinderwunsch wichtig. Nach einer solchen Operation kann in seltenen Fällten in der nachfolgenden Schwangerschaft ein Kaiserschnitt erforderlich sein. Der Eingriff kann meist über eine Bauchspiegelung oder, in speziellen Fällen, über eine Gebärmutterspiegelung erfolgen. 

Wenn die Entfernung einzelner Myome nicht sinnhaft erscheint, wie z. B. bei abgeschlossenem Kinderwunsch und zahlreichen sehr großen Myomen oder nach den Wechseljahren, kann die Gebärmutterentfernung die Therapie der Wahl sein, wobei die Eierstöcke als hormonproduzierende Organe meist belassen werden können. Auch dieser Eingriff kann meist minimal invasiv über eine Bauchspiegelung erfolgen, in seltenen Fällen ist ein Bauchschnitt erforderlich bzw. sinnvoll.
 

Ihre Ansprechpartner: 
Leitender Arzt PD Dr. med. Sebastian Häusler
Oberarzt Dr. med. Marco Weigl

Kontakt
Tel. +49 (0)941 369 5206
E-Mail Gynäkologie

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