Epilepsie-Zentrum

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Epilepsie-Zentrum und Epilepsie-Ambulanz für Kinder und Jugendliche

Epilepsie gehört zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter. 

Die Diagnose bringt oft viele Fragen und Sorgen mit sich. Doch wird Epilepsie frühzeitig erkannt und optimal behandelt, sind die Aussichten für viele unserer jungen Patienten gut!

Wir begleiten Ihr Kind und Sie als Familie mit Erfahrung und Einfühlungsvermögen – von der ersten Abklärung bis zur langfristigen Nachsorge.

PD Dr. Tobias Geis -  Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin, Facharzt für Neuropädiatrie - KUNO Kinderklinik St. Hedwig Regensburg
PD Dr. Tobias Geis, Leiter der Abteilung für neuropädiatrische Erkrankungen

Kompetent an Ihrer Seite

Wir betreuen mit unserem spezialisierten und interdisziplinär aufgestellten Team Kinder und Jugendliche sowie ihre Familien aus Regensburg, der Oberpfalz, Niederbayern und auch noch darüber hinaus und kümmern uns um: 

  • erste Abklärung eines Epilepsieverdachts
  • umfassende Diagnostik
  • individuelle Therapie
  • langfristige Nachsorge
  • Übergang in die Erwachsenenmedizin.

Unser konservatives Epilepsie-Zentrum und unsere Epilepsie-Ambulanz sind mehrfach und kontinuierlich ausgezeichnet worden: Diese Zertifizierungen bestätigen, dass wir nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen arbeiten und über umfangreiche Erfahrung verfügen - auch im Erkennen und Behandeln komplexer und seltener Epilepsien. 

Dabei steht bei uns immer Ihr Kind mit seiner individuellen Entwicklung im Mittelpunkt: Wir nehmen uns Zeit, hören zu, erklären verständlich und entwickeln gemeinsam mit Ihrem Kind und Ihnen die passende Behandlung.

Was versteht man unter kindlicher und jugendlicher Epilepsie?

Epilepsie ist eine Erkrankung des Gehirns, bei der es wiederholt zu spontanen Anfällen kommt. Diese entstehen durch eine vorübergehende, unkontrollierte elektrische Aktivität von Nervenzellen im Gehirn. 

Wichtig zu wissen:

  • Ein einzelner Anfall bedeutet noch keine Epilepsie. Erst wenn Anfälle wiederholt und ohne erkennbaren äußeren Auslöser auftreten, sprechen wir Fachleute von einer Epilepsie.
  • Die meisten epileptischen Anfälle dauern nur Sekunden bis wenige Minuten und klingen von selbst ab, ohne das Gehirn dauerhaft zu schädigen.
Epilepsie-Symptome können sehr unterschiedlich sein

Die Symptome bei kindlicher und jugendlicher Epilepsie können sehr unterschiedlich sein. Deshalb spricht man auch von verschiedenartigen Epilepsie-Syndromen mit jeweils eigenem Verlauf und eigenen Behandlungsmöglichkeiten. 

Die Bandbreite reicht von kurzen, fast nicht wahrnehmbaren „Abwesenheiten“, bei denen das Kind für wenige Sekunden nicht ansprechbar ist, bis hin zu starken Krampfanfällen mit Zuckungen am ganzen Körper. 

Eine Epilepsie kann bereits beim Neugeborenen auftreten. Genauso ist es möglich, dass die Symptome erst im Kindes- oder Jugendalter in Erscheinung treten.

Ursachen und Prognose kindlicher und jugendlicher Epilepsie

Die Ursachen sind vielfältig und reichen von genetischen Veranlagungen über Fehlbildungen des Gehirns bis hin zu Folgen einer Geburtskomplikation, Infektion oder Verletzung. Manchmal lässt sich trotz umfangreicher Diagnostik keine eindeutige Ursache finden.

Doch die Prognosen sind gut! Optimal eingestellt und betreut können viele Kinder und Jugendliche weitgehend uneingeschränkt einen normalen Alltag leben. Nicht selten wachsen Kinder und Jugendliche im Laufe ihrer Entwicklung aus der Epilepsie quasi heraus.

Wie wird kindliche und jugendliche Epilepsie diagnostiziert?

Der Weg zur Diagnose der kindlichen bzw. jugendlichen Epilepsie kann ganz unterschiedlich beginnen. Auch die Abklärung läuft nicht bei allen unseren kleinen Patientinnen und Patienten gleich ab: Je nach individuellen Symptomen kommt zunächst eine Basisdiagnostik zum Einsatz, die wir bei Bedarf durch weiterführende, spezialisierte Untersuchungen ergänzen.

Ihr Weg zu uns:

Der Weg über Ihren Kinderarzt

Häufig fallen Auffälligkeiten im Alltag oder bei Vorsorgeuntersuchungen auf, so dass Ihr Kinderarzt Sie an uns zur weiteren Abklärung verweist. Beispiele sind etwa:

  • Ungewöhnliche, sich wiederholende Bewegungen bei Säuglingen, z. B. plötzliches Zusammenzucken oder Verkrampfen
  • Kurze „Aussetzer" oder Abwesenheiten, bei denen das Kind für einige Sekunden nicht reagiert (Absencen)
  • Wiederholte, unerklärliche Stürze oder plötzlicher Verlust der Körperspannung
Der Weg über unser KUNO Kinder-Notfallzentrum

Tritt bei einem Kind erstmalig ein Krampfanfall auf, kommen viele Familien über unser KUNO Kinder-Notfallzentrum zu uns. Hier klären wir zügig ab, ob es sich tatsächlich um einen epileptischen Anfall oder um ein anderes Ereignis handelt. 

Gut zu wissen: 

  • Häufig können wir Entwarnung geben, denn Anfälle werden beispielsweise bei kleineren Kindern auch durch Infekte mit Fieberkrämpfen ausgelöst.
  • Von einer Epilepsie spricht man in der Regel erst, wenn mindestens zwei Anfälle aufgetreten sind – ein einmaliger Anfall erfüllt diese Definition also noch nicht und muss nicht bedeuten, dass Ihr Kind epilepsiekrank ist. Dennoch ist eine sorgfältige Abklärung nach dem ersten Anfall wichtig, um mögliche Ursachen zu erkennen und das individuelle Wiederholungsrisiko einschätzen zu können.

Als Basisdiagnostik setzen wir ein:

EEG (Elektroenzephalogramm)

Nicht-invasives und schmerzfreies Verfahren zur Messung der elektrischen Hirnaktivität

Blutuntersuchungen

Zur Abklärung möglicher Ursachen und Begleiterkrankungen

Bei Bedarf können wir weitere diagnostische Verfahren einsetzen:

Schlaf-EEG

Im Schlaf-EEG können wir die Hirnaktivität während des natürlichen Schlafs erfassen. Da sich manche epilepsietypischen Veränderungen im EEG gerade im Schlaf zeigen oder verstärken, kann uns diese Untersuchung wichtige zusätzliche Hinweise liefern, die im Wach-EEG nicht sichtbar werden.

Langzeit-EEG

Mit Hilfe eines Langzeit-EEGs können wir die Hirnaktivität über mehrere Stunden bis Tage kontinuierlich aufzeichnen. Diese längere Beobachtungszeit erhöht die Chance, dass wir seltener auftretende Anfälle oder unauffällige epilepsietypische Muster erfassen können.

MRT (Magnetresonanztomographie)

Ein MRT liefert uns detaillierte Bilder des Gehirns und kann strukturelle Ursachen von Anfällen sichtbar machen, etwa Fehlbildungen, Vernarbungen oder andere Auffälligkeiten im Hirngewebe. Die Untersuchung ist schmerzfrei und kommt ohne Röntgenstrahlung aus. 

Ein MRT erfordert jedoch, dass Ihr Kind für einige Minuten ruhig liegt. Bei jüngeren Kindern erfolgt dies daher häufig in einer leichten Sedierung oder Kurznarkose. Hier nutzen wir die Expertise unserer speziell auf Kinder und Jugendliche ausgerichteten Klinik für Anästhesie und Kinderanästhesie.

Genetische Diagnostik und/oder Stoffwechseldiagnostik

Wenn wir eine erbliche oder metabolische Ursache vermuten, können gezielte genetische Untersuchungen sowie Blut- und Urintests auf Stoffwechselstörungen weiterführenden Aufschluss geben.

Wie sieht die Therapie kindlicher und jugendlicher Epilepsie aus?

Wir erstellen für jedes Kind und Jugendlichen einen individuellen Therapieplan, dabei beziehen wir auch die Lebenssituation der Familie mit ein. 

Unser primäres Ziel ist es Krampfanfälle nach Möglichkeit zu verhindern. Denn auch wenn die Anfälle in der Regel keine bleibenden Schäden im Gehirn verursachen, so gehen sie immer mit dem Risiko von Stürzen und Verletzungen einher.

Wir setzen folgende Behandlungsmethoden ein:

Medikamentöse Therapie mit Antikonvulsiva

Bei den meisten Kindern und Jugendlichen lassen sich Anfälle über Medikamente gut kontrollieren. Dabei setzen wir die Medikamente nie pauschal ein, sondern beziehen Epilepsie-Typ, Häufigkeit der Anfälle, Alter, Gewicht, Größe und weitere Besonderheiten unserer kleinen Patientinnen und Patienten in die Auswahl ein. In regelmäßigen Abständen kontrollieren wir den Behandlungsplan und passen ihn an.

Ernährung über ketogene Diät

Bei bestimmten Epilepsieformen kann eine speziell angepasste Ernährung die Anfallshäufigkeit reduzieren.

Psychosoziale Begleitung

Eine Epilepsie-Erkrankung berührt weit mehr als das Gehirn unserer jungen Patientinnen und Patienten. Sie hat Auswirkungen auf die gesamte Familie, auf Schule, Freizeit und die persönliche Entwicklung der Kinder und Jugendlichen. Unser Behandlungskonzept schließt daher psychologische, sozialpädagogische und schulische Unterstützung mit ein. Die enge Einbindung der Eltern bzw. Sorgeberechtigten ist für uns selbstverständlich.

Übergang ins Erwachsenenalter (Transition)

Mit dem Erwachsenwerden verändern sich nicht nur die Lebensumstände, sondern häufig auch die Anforderungen an die Epilepsie-Behandlung. Damit dieser Prozess so sicher und reibungslos wie möglich verläuft, arbeiten wir bei den Barmherzigen Brüdern Regensburg eng standortübergreifend zusammen: Der Wechsel von der Kinder- und Jugendmedizin in die Erwachsenenmedizin erfolgt über gemeinsame Transitionssprechstunden mit unseren Kollegen der Erwachsenenneurologie an unserem Standort Prüfeninger Straße. Wir gestalten den Übergang gemeinsam, der Behandlungsverlauf bleibt lückenlos dokumentiert, und die jungen Erwachsenen sowie ihre Familien werden schrittweise und persönlich von uns an das Behandlungsteam für Erwachsene übergeben.

Wie ist die Prognose bei kindlicher und jugendlicher Epilepsie?

Die Prognose bei kindlicher und jugendlicher Epilepsie ist insgesamt gut! Bei einem großen Teil der betroffenen Kinder und Jugendlichen gelingt es uns, mit der richtigen Medikation Anfallsfreiheit zu erreichen. 

Viele kindliche und jugendliche Epilepsie-Syndrome haben zudem eine günstige Verlaufsform: Sie treten in einem bestimmten Alter auf und „wachsen sich aus", das heißt, die Anfälle verschwinden im Laufe der Kindheit oder Jugend von selbst wieder.

Bei einem kleineren Teil unserer kleinen Patientinnen und Patienten verläuft die Erkrankung schwieriger, und die Anfälle lassen sich trotz mehrerer Medikamente nicht vollständig kontrollieren. Doch auch hier gibt es Hoffnung: Weiterführende Diagnostik und spezialisierte Therapieoptionen wie die ketogene Diät oder die Epilepsiechirurgie können auch bei zunächst schwer behandelbaren Verläufen noch deutliche Verbesserungen oder sogar Anfallsfreiheit ermöglichen.

Entscheidend für die individuelle Prognose sind die zugrunde liegende Ursache, der Epilepsie-Typ und wie frühzeitig eine gezielte Behandlung beginnt. Eine fachlich fundierte Diagnostik, Therapie und kontinuierliche Begleitung verbessert also die Aussichten auf einen guten Verlauf erheblich – ein weiterer Grund, warum die Behandlung in einer spezialisierten, zertifizierten Einrichtung so wichtig ist.

Eingebunden in ein Netz von Experten

In unserer Abteilung arbeiten speziell ausgebildete Kinderfachärzte mit der Schwerpunktbezeichnung „Neuropädiatrie“. Erweitert wird unser Team um Ernährungsberater, Sozialarbeiter, Psychologen und epilepsieerfahrene Pflegefachkräfte. Zusammen begleiten wir Ihr Kind durch die Untersuchungen und die Behandlung.

Durchgängige Versorgung aus einer Hand

In unserer Kinderklinik St. Hedwig greifen Epilepsie-Zentrum und Epilepsie-Ambulanz nahtlos ineinander. Während wir über die Ambulanz die kontinuierliche ambulante Betreuung der Familien im Alltag sicherstellen, können wir über unser Zentrum unseren jungen Patientinnen und Patienten auch spezialisierte Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten und einen mitunter notwendigen stationären Aufenthalt anbieten. Diagnostik, Therapieeinstellung und langfristige Nachsorge sind damit lückenlos aufeinander abgestimmt.

Einbindung in unsere universitäre KUNO Kinderklinik St. Hedwig

Eingebunden in unsere universitäre Kinderklinik sind wir medizintechnisch hervorragend ausgestattet, setzen speziell auf Kinder und Jugendliche ausgerichtete Methoden ein und stimmen uns bei Bedarf eng mit unseren Kollegen aus den anderen Abteilungen der Hedwigsklinik ab. Damit können wir unnötige zeitliche Verzögerungen und belastende Doppeluntersuchungen vermeiden. Zugleich sparen Sie sich Koordinations- und Organisationsaufwand für Ihre Familie, Fehlzeiten in der Schule oder in der Kindertagesstätte sowie am Arbeitsplatz können auf ein Minimum reduziert werden. 

Für Notfälle stehen in unserem KUNO Kinder-Notfallzentrum an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr unsere ärztlichen und pflegerischen Teams bereit.

Umfassendes Expertennetzwerk

Wir stimmen uns eng mit unseren niedergelassen Kolleginnen und Kollegen ab und koordinieren bei Bedarf auch die Zusammenarbeit mit anderen pädiatrischen Zentren.

Zweitmeinung einholen

Gerne können Sie sich in unserem Haus eine Zweitmeinung einholen.

Sicherheit durch Zertifizierung

Sowohl unser konservatives Epilepsie-Zentrum als auch unsere Epilepsie-Ambulanz sind zertifiziert. Diese Auszeichnungen werden nur an Einrichtungen vergeben, die nachweislich viel Erfahrung aufweisen und strenge fachliche und strukturelle Qualitätskriterien erfüllen. 

PD Dr. Tobias Geis

„Als speziell ausgebildete Neuropädiater wissen wir um die Besonderheiten der kindlichen und jugendlichen Epilepsie. Besonders wichtig ist uns aber auch der ganzheitliche Blick: Alle in unserem Team arbeiten einfach gerne mit Kindern und Jugendlichen. Wenn wir bei einer Krankheit wie Epilepsie berechtigt darauf hoffen können, dass sich unsere jungen Patientinnen und Patienten mit unserer Unterstützung gut entwickeln und die Familien einen weitgehend normalen Alltag leben dürfen, dann erfüllt uns das mit tiefer Freude.“ 

Häufige Fragen und Antworten zu kindlicher und jugendlicher Epilepsie

Wie erkenne ich einen epileptischen Anfall bei meinem Kind?

Ein Anfall kann sich sehr unterschiedlich zeigen: kurzes Erstarren und Ins-Leere-Starren, rhythmisches Zucken einzelner Körperteile, plötzliches Stürzen oder ein klassischer Krampfanfall mit Bewusstlosigkeit. Typisch sind ein plötzlicher Beginn, ein immer ähnlicher Ablauf und ein spontanes Ende.

Wie reagiere ich richtig bei einem Anfall - und wann rufe ich den Notarzt?

Ruhe bewahren, das Kind vor Verletzungen schützen, nichts in den Mund geben, nicht festhalten und möglichst die Zeit stoppen.

Nach dem Anfall bringen Sie Ihr Kind in die stabile Seitenlage und bleiben bei ihm, bis es wieder vollständig wach ist.

Rufen Sie den Notarzt, wenn der Anfall länger als 5 Minuten dauert, sich mehrere Anfälle ohne vollständiges Aufwachen aneinanderreihen, es der erste Anfall überhaupt ist oder Atemprobleme bzw. Verletzungen bestehen.

Hinterlässt ein epileptischer Anfall bleibende Schäden im Gehirn meines Kindes?

In der Regel nein: Ein einzelner, auch länger dauernder Anfall führt bei den meisten Kindern nicht zu einer bleibenden Hirnschädigung. 

Ein erhöhtes Risiko besteht vor allem bei sehr lang anhaltenden Anfällen (Status epilepticus) oder bestimmten schweren Epilepsiesyndromen – deshalb ist eine gute ärztliche Einstellung der Anfälle wichtig.

Mein Kind hatte einen Anfall. Hat es jetzt Epilepsie?

Nicht automatisch: Ein einzelner Anfall bedeutet noch keine Epilepsie. Erst wenn Anfälle wiederholt und ohne äußeren Anlass auftreten oder das Wiederholungsrisiko deutlich erhöht ist, sprechen Mediziner von Epilepsie. Eine fachärztliche Abklärung hilft, das individuelle Risiko einzuschätzen.

Wann sollte ich mein Kind in einer Epilepsie-Ambulanz oder in einem Epilepsie-Zentrum vorstellen?

Nach jedem ersten unklaren Anfall sowie bei wiederholten Anfällen, Veränderungen des Anfallsmusters oder Unsicherheit bei der bisherigen Behandlung: Eine frühzeitige Vorstellung hilft, die richtige Diagnose zu stellen und die passende Therapie ohne Zeitverlust einzuleiten.

Was soll ich zum 1. Termin in der Epilepsie-Ambulanz der Hedwigsklinik mitbringen?

Bitte bringen Sie einen Überweisungsschein Ihres Kinderarztes, bisherige Arztberichte und Befunde (z. B. EEG, MRT), den Impfausweis, eine Liste aller aktuellen Medikamente sowie – falls vorhanden – ein Video eines Anfalls mit. Auch Notizen zum Ablauf, der Dauer und möglichen Auslösern eines Anfalls hilfreich, um im Gespräch nichts zu vergessen.

Welche Untersuchungen sind bei einem Verdacht auf kindliche und jugendliche Epilepsie nötig?

Zentral sind eine ausführliche Anamnese und ein EEG zur Messung der Hirnströme. Blutuntersuchungen und ein MRT des Kopfes setzen wir nach Bedarf ein. Je nach Fragestellung ergänzen  wir die Diagnostik um genetische Tests oder spezielle Stoffwechseluntersuchungen oder/ und ein Langzeit- oder Schlaf-EEG, um Ursache und Epilepsiesyndrom möglichst genau zu bestimmen.

Wie wird unser Familienalltag während der Therapie aussehen?

Für die meisten Familien bleibt der Alltag weitgehend normal. Wichtig sind eine zuverlässige Medikamenteneinnahme, regelmäßige Kontrolltermine und ein individueller Notfallplan für Schule, Kindergarten oder Freizeit. Unser Team unterstützt Sie dabei, Therapie und Alltag gut aufeinander abzustimmen.

Kann mein Kind trotz Epilepsie normal in die Schule gehen und Sport treiben?

Ja, die meisten Kinder mit Epilepsie besuchen eine reguläre Schule und können Sport treiben. Wichtig ist, dass Lehrkräfte über die Erkrankung informiert sind. Bei einzelnen Sportarten wie Schwimmen oder Klettern sollten je nach Anfallskontrolle individuelle Sicherheitsvorkehrungen besprochen werden.

Warum ist es sinnvoll, dass mein Kind in einer zertifizierten Ambulanz bzw. Zentrum behandelt wird?

Zertifizierte Epilepsie-Ambulanzen und -Zentren erfüllen definierte Qualitätsstandards in Diagnostik, Therapie und interdisziplinärer Betreuung. Das bedeutet: erfahrene Spezialist, moderne diagnostische Verfahren und eine enge Abstimmung zwischen Neuropädiatrie, Neurologie und weiteren Fachbereichen – für eine auf Ihr Kind abgestimmte Behandlung nach aktuellem medizinischem Wissensstand.