Universitäres Perinatalzentrum Level 1

Unsere Neugeborenen-Intensivstation

Ihr kleines Frühgeborenes oder Ihr erkranktes Neugeborenes kommt auf unsere Neugeborenen-Intensivstation, wenn im Kreißsaal alles Notwendige abgeschlossen ist und wir Ihr Kind unter Intensivüberwachung weiter behandeln müssen.

Ein "Zuhause auf Zeit" mit den Eltern immer in der Nähe

Unsere Intensivstation ist für viele Neugeborene nur eine kurze Zwischenstation, für manche sehr unreife Frühgeborenen ein „zu Hause“ für einige Wochen. Sie als Eltern haben – außer während der Übergabezeiten, den Visiten und der Versorgung akuter Notfälle – ständig Zutritt zur Intensivstation und können bei Ihrem Baby bleiben. Leider ist die Unterbringung eines Elternteils auf der Intensivstation nicht möglich. Gerne bemühen wir uns aber auf Wunsch um eine Mitaufnahme auf einer anderen Station, im Haus oder im angeschlossenen Wohnheim.

Wichtige Hinweise für Besucher

Zu Besuch dürfen immer zwei Personen kommen, davon ein Elternteil. Bringen Sie Geschwisterkinder unter zwölf Jahren bitte nur nach Rücksprache mit uns mit. Wichtig ist es, dass Sie sich stets vor und nach dem Kontakt mit Ihrem Kind die Hände desinfizieren. Bitte informieren Sie uns umgehend, falls Sie sich selbst krank fühlen.

Behandlung und Betreuung unserer kleinen Patienten

Ihr Kleines bringen wir vom Kreißsaal auf die Neugeborenen-Intensivstation mit einem sogenannten Transportinkubator. Dieser Brutkasten (Inkubator) hält Ihr Kind warm und wir können seinen Herzschlag und den Sauerstoffgehalt im Blut messen. Wenn es erforderlich ist, können wir Ihr Baby auch auf dem Transport künstlich beatmen.
Auf der Intensivstation pflegen wir Ihr Baby in einem Inkubator, um es besser überwachen zu können. Inkubatoren sorgen dafür, dass Ihr Baby ausreichend gewärmt ist und eine angenehme Luftfeuchtigkeit herrscht. Sie schirmen zudem Lärm und grelles Licht ab.
Säuglinge sind auch an Monitore angeschlossen. Dazu kleben wir Kabel mit Elektroden auf die Haut des Babys. Damit können wir jeden Herzschlag, den Sauerstoffgehalt im Blut, den Blutdruck, die Körpertemperatur, die Atemtätigkeit und die Hirnströme kontrollieren.
Wenn wir ein Neu- oder Frühgeborenes beim Atmen unterstützen wollen oder es eine künstliche Beatmung braucht, setzen wir Neugeborenen-Beatmungsgeräte ein, die besondere Möglichkeiten bieten, um auch sehr kleine Frühgeborene optimal zu versorgen.
Für Untersuchungen stehen alle notwendigen Geräte auf der Intensivstation bereit, zum Beispiel Röntgen- und Ultraschallgeräte. Auch können wir wichtige Blutuntersuchungen direkt auf der Station durchführen.

Speziell ausgebildete Ärzte und Pflegekräfte

Am wichtigsten auf dieser Station sind aber die Menschen, noch vor den medizinisch-technischen Möglichkeiten: Die Schwestern und Ärzte kümmern sich rund um die Uhr um unsere kleinen Patienten. Die meisten Schwestern haben nach ihrer Pflegeausbildung als Kinderkrankenschwester eine Weiterbildung in der Intensivmedizin durchlaufen. Sie arbeiten seit vielen Jahren mit Neu-und Frühgeborenen und verfügen über sehr viel Erfahrung.
Die verantwortlichen Ärzte sind Fachärzte für Kinder- und Jugendmedizin und haben sich darüber hinaus auf dem Gebiet der Neugeborenenmedizin (Neonatologie) spezialisiert. Tagsüber, aber auch nachts und an den Wochenenden, ist immer ein Neonatologe verfügbar.