Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Beckenendlagenentbindung und äußere Wendung
Beckenendlage: Gemeinsam den passenden Geburtsweg finden
Wenn Ihr Baby gegen Ende der Schwangerschaft mit dem Po oder den Füßen nach unten liegt, kommen bei vielen werdenden Eltern zunächst Fragen und Unsicherheiten auf: Ist eine vaginale Geburt trotzdem möglich? Muss mein Baby per Kaiserschnitt geboren werden? Und kann sich mein Baby noch drehen?
Eine Beckenendlage oder Steißlage bedeutet nicht automatisch, dass ein Kaiserschnitt notwendig ist. Je nach individueller Situation können verschiedene Möglichkeiten infrage kommen – von der äußeren Wendung über eine vaginale Geburt bis hin zum geplanten Kaiserschnitt.
Wir beraten Sie ausführlich und prüfen gemeinsam mit Ihnen, welcher Geburtsweg für Sie und Ihr Kind am besten geeignet ist.
Ihre Möglichkeiten bei Beckenendlage
In unserer Schwangerenambulanz besprechen Sie mit einem erfahrenen geburtshilflichen Team die verschiedenen Möglichkeiten. Welche für Sie infrage kommt, hängt unter anderem von der Lage und Größe Ihres Kindes sowie weiteren individuellen Voraussetzungen ab.
Wir nehmen uns Zeit, Ihnen die jeweiligen Möglichkeiten, Chancen und Risiken verständlich zu erklären.
Vaginale Geburt
Eine vaginale Geburt aus Beckenendlage ist unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Dabei berücksichtigen wir unter anderem die Lage des Kindes, seine Größe und die individuellen Voraussetzungen von Mutter und Kind.
Wenn eine vaginale Geburt geplant wird, erfolgt die Betreuung durch ein erfahrenes geburtshilfliches Team. Die Voraussetzungen werden vor der Geburt sorgfältig geprüft und die Geburt entsprechend vorbereitet.
Sollten sich während der Geburt medizinische Gründe ergeben, die gegen eine vaginale Entbindung sprechen, kann ein Kaiserschnitt erforderlich werden.
Äußere Wendung
Eine äußere Wendung kann eine Möglichkeit sein, Ihr Baby noch vor der Geburt aus der Beckenendlage in die Schädellage zu drehen und damit gegebenenfalls eine vaginale Geburt zu ermöglichen.
Die Wendung wird von einem erfahrenen geburtshilflichen Team durchgeführt und engmaschig überwacht. Ob sie für Sie infrage kommt, hängt unter anderem von der Lage und Größe Ihres Kindes, der Fruchtwassermenge, der Lage der Plazenta und weiteren individuellen Faktoren ab.
In der Regel wird eine äußere Wendung ab etwa der 37. Schwangerschaftswoche angeboten. Vorher informieren wir Sie ausführlich über den Ablauf sowie mögliche Chancen und Risiken.
Kaiserschnitt
Wenn eine vaginale Geburt oder eine äußere Wendung nicht infrage kommt oder medizinische Gründe dagegensprechen, kann ein Kaiserschnitt die geeignete Geburtsmethode sein.
Wenn wir Ihnen einen Kaiserschnitt empfehlen, besprechen wir mit Ihnen die Gründe dafür und planen den Eingriff gemeinsam mit Ihnen.
Ihr persönliches Beratungsgespräch in der Schwangerenambulanz
Die Entscheidung über den Geburtsmodus bei Beckenendlage ist individuell. In unserer Schwangerenambulanz besprechen wir mit Ihnen Ihre persönliche Situation und klären unter anderem:
- die aktuelle Lage und Entwicklung Ihres Kindes,
- ob eine äußere Wendung möglich und sinnvoll ist,
- ob eine vaginale Geburt aus Beckenendlage infrage kommt,
- wann ein Kaiserschnitt empfohlen wird und
- welche Vor- und Nachteile die jeweiligen Möglichkeiten haben.
Viele Frauen besprechen eine Beckenendlage bereits mit ihrer Frauenärztin, ihrem Frauenarzt oder ihrer Hebamme. Das ist hilfreich, aber keine Voraussetzung für Ihren Termin bei uns.
Häufige Fragen (FAQ)
Was bedeutet Beckenendlage?
Bei einer Beckenendlage liegt das Baby mit dem Gesäß oder den Füßen nach unten. Die häufigste Lage kurz vor der Geburt ist dagegen die Schädellage, bei der der Kopf des Kindes nach unten zeigt.
Kann ich mein Baby bei Beckenendlage vaginal gebären?
Ja. Eine vaginale Geburt aus Beckenendlage ist unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Ob sie für Sie und Ihr Kind infrage kommt, hängt unter anderem von der Lage und Größe des Kindes sowie weiteren individuellen Faktoren ab. Wir besprechen Ihre persönliche Situation ausführlich mit Ihnen.
Was ist eine äußere Wendung?
Bei der äußeren Wendung versucht ein erfahrenes geburtshilfliches Team, das Baby durch vorsichtige Handgriffe von außen aus der Beckenendlage in die Schädellage zu drehen. Vorher wird geprüft, ob die Voraussetzungen für eine Wendung gegeben sind.
Wann wird eine äußere Wendung durchgeführt?
Eine äußere Wendung wird in der Regel ab etwa der 37. Schwangerschaftswoche durchgeführt. Der genaue Zeitpunkt wird individuell festgelegt.
Ist bei einer Beckenendlage immer ein Kaiserschnitt notwendig?
Nein. Eine Beckenendlage bedeutet nicht automatisch, dass Ihr Baby per Kaiserschnitt geboren werden muss. Je nach individueller Situation können eine äußere Wendung oder eine vaginale Geburt infrage kommen.
Wann sollte ich mich zur Beratung vorstellen?
Wenn sich gegen Ende der Schwangerschaft eine Beckenendlage zeigt, sollten Sie die verschiedenen Möglichkeiten rechtzeitig mit Ihrem betreuenden geburtshilflichen Team besprechen. So bleibt ausreichend Zeit, gemeinsam die passende Geburtsplanung für Sie und Ihr Kind zu treffen.



