Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Geburtseinleitung

Getreu dem Zitat von Montaigne sind wir der Überzeugung, dass ein natürlicher Geburtsbeginn der Beste ist. Dennoch gibt es einige Konstellationen, unter denen es sinnvoll ist, die Geburt einzuleiten, so etwa bei vorzeitigem Blasensprung.

Michel de Montaigne (1533-1592)

Die Natur gibt uns immer bessere Gesetze, als wir erfinden.

Obwohl wir der Gebärmutter gewöhnlich Zeit genug lassen, eigenständig Wehen zu entwickeln, kann es sein, dass Ihr Kind, obwohl wir ausreichend warten, keine Anstalten macht, zur Welt kommen zu wollen. Ist Ihr errechneter Entbindungstermin deutlich überschritten, sollten wir die Geburt medikamentös einleiten.
Wir leiten die Geburt medikamentös auch ein bei erhöhten Entzündungswerten, insulinpflichtiger Zuckererkrankung oder aufgetretenem Schwangerschaftsdiabetes. 

Inwieweit die Geburtseinleitung mit einer Tablette, einem Scheidengel oder einem Wehentropf erfolgt, hängt vom Befund des Muttermunds und vorausgegangenen Geburten ab. Eine Geburtseinleitung erfordert oft Geduld und es können mehrere Tage bis zum erhofften Erfolg vergehen. Ihr Körper muss sich erst von der Aufgabe, Ihr Kind sicher zu halten, auf den Geburtsvorgang umstellen. Deshalb leiten wir Geburten immer stationär ein. Decken Sie sich daher mit einem spannenden Buch oder Musik für die Zeit ein, in der Sie auf Ihr Kind warten. In jedem Fall bespricht unser Ärzteteam mit Ihnen die Möglichkeiten und das geplante Vorgehen.

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